Session #2

DIGITALISIERUNG GLOBALER LIEFERKETTEN

Live gestreamt aus Huawei’s OpenLab in Munich, ging die zweite Installation unserer CAR.Digital-Reihe Corona Situation Room einen Schritt weiter von der Reaktion der Industrie auf die Krise hin zu einer proaktiven Untersuchung der Frage, wie die Digitalisierung globaler Lieferketten durch Corona katalysiert wird und für den zukünftigen Erfolg immer wichtiger wird.

Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer

Prof. Ferdinand Dudenhöffer, Direktor des CAR Center Automotive Research, eröffnete mit der Feststellung, dass das Risikomanagement in der Lieferkette vor dem Hintergrund der globalen Beschaffung noch nie so gefordert war wie durch die Pandemie des Corona-Virus.

Es liegt auf der Hand, dass künstliche Intelligenz und Blockchain-Technologie für eine effiziente und sichere Einkaufsstrategie, die vor Risikofaktoren wie Corona geschützt ist, unerlässlich sind.

Dr. Cesim Demir

„Vom Reaktionsmodus zum Aktionsmodus“, das ist die Kraft der Daten, die durch die KI-Fähigkeiten von Huawei genutzt werden, wie Dr. Cesim Demir, CTO Manufacturer Solutions von Huawei, erklärte. Auf diese Weise hilft Huawei seinen Kunden, rechtzeitig bessere Entscheidungen zu treffen.

Die großen Daten über die gesamte Lieferkette, die einst außerhalb des menschlichen Zugriffs lagen, sind jetzt nutzbare Informationen, die die Betriebseffizienz in bestimmten Teilen um 33% steigern und in Bereichen wie der Lagerhaltung für Huawei-Kunden bis zu 50% Kosteneinsparungen ermöglichen.

Dirk Wollschläger

Dirk Wollschläger, General Manager Global Automotive von IBM, gab einige weitere Beispiele dafür, wie ihre Technologien für eine präzise Rückverfolgbarkeit und erhöhte Sichtbarkeit sorgen. Jetzt stellen sie sich der Herausforderung der sich ständig ändernden gesetzlichen Anforderungen verschiedener Länder, indem sie das Blockchain-Netzwerk zur Verbesserung der Compliance einbeziehen.

Wollschläger berichtete weiter darüber, wie IBM von ihren KI-Tools wie den Cognitive Advisors profitiert, die im Voraus Warnungen ausgaben, um Lieferanten zu identifizieren, die beim ersten Ausbruch des Virus in Wuhan betroffen sein würden.

„Situationen wie Corona haben bewiesen, dass die KI entscheidend für die Robustheit und Widerstandsfähigkeit der Lieferkette ist“, fügte er hinzu.

Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer

„Was wir auch brauchen, ist eine ausgewogene Industrialisierung auf der ganzen Welt für einen ausgewogenen internationalen Handel“. Prof. Dudenhöffer schlug vor, und dass 5G eine wichtige Rolle beim Aufbau der digitalen Infrastruktur spielen wird, um dieses Gleichgewicht zu erreichen.

Dr. Cesim Demir

„Ich möchte der Artificial Intelligence Logistics (AIL) zwei weitere Briefe hinzufügen. ACAIL steht für All Connected Artificial Intelligence Logistics. Ein Beispiel: Der Transport von Komponenten kann in Zukunft durch 3D-Drucktechnologien erheblich reduziert werden. Es werden nicht Komponenten von A nach B geschickt, sondern Daten, damit diese Komponenten vor Ort produziert werden können“, sagte Dr. Demir.

Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer

„Wir werden eine intelligente und intelligente Lieferkette sehen. Die Daten werden in Echtzeit unter Verwendung des 5G-Standards übertragen und Lösungen werden gleichzeitig entwickelt und in Echtzeit implementiert“, fügte Prof. Dudenhöffer hinzu.

Guanqi Hao

Mit Blick auf die Zukunft sagte Guanqi Hao, Chief Representative Office Germany, CATARC: „Es wird eine globale Lieferkette geben, die durch die Digitalisierung die Welt und unser Leben verändern wird. Darauf müssen wir vorbereitet sein, und das kann schneller geschehen, als wir uns vorstellen können“.

Dirk Wollschläger

„Bis 2025 werden fast 100% der Supply-Chain-Workflows entweder automatisiert oder durch künstliche Intelligenz ergänzt sein“, prognostizierte Dirk Wollschläger.

Dr. Hans-Peter Kleebinder

Unser Moderator Dr. Hans-Peter Kleebinder von der Universität St. Gallen kam zu dem Schluss, dass „die Digitalisierung in Kombination mit künstlicher Intelligenz und Blockkettentechnologie sowie der 3-D-Drucktechnologie der Hauptmotor sein wird“.

Supporting Partner:

Referenten:


Session #1

DISKUSSIONSPUNKTE

  • Wird sich der Trend zur Globalisierung weiter verstärken oder zurückgehen?
  • Welche Auswirkungen auf die Fertigungstiefe und Produktionskosten sind zu erwarten?
  • Wie wird eine Änderung von Lieferketten zukünftig Logistikprozesse, wie zum Bsp. das Prinzip „just-in-time“ und Lieferwege Luft, Schiene, Straße und Wasser verändern.

Themen:

  • Produktion und Lieferketten in Deutschland und China in Zeiten von Corona. Welche Erfahrungen sind seit dem Ausbruch der Krise in China und Europa gemacht worden?
  • Welche neuen Herausforderungen im Bereich der Logistik gibt es?
  • Fallbeispiel Duisburger Hafen zur Deutsch-Chinesischen Zusammenarbeit in der Logistik
  • Welche Möglichkeiten und Maßnahmen gibt es, verloren gegangene Potentiale nach den Stillständen wieder aufzuholen?

Zhixin Wu

Zhixin Wu berichtete über den Aufbau eines neuen Datenmanagement-Systems zur Optimierung und Absicherung von Lieferketten in China, der Verlängerung der staatlichen BEV Förderung und kündigte Maßnahmen zur Optimierung der Standards für die europäische Automobilindustrie an.

Erich Staake

Erich Staake berichtete von dem ersten Zug, der vor 10 Tagen, seit dem Ausbruch der COVID Krise in Wuhan in Duisburg eingetroffen ist, dem Trend, dass aktuell mehr Fertigprodukte per Schiene Richtung China transportiert werden und vom Optimierungspotenzial bei der Auslastung der Güterzüge in beide Richtungen.

Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer

Ferdinand Dudenhöffer prognostizierte, dass China gestärkt aus der COVID Krise als Lokomotive der globalen Automobilindustrie hervorgehen wird. USA bleibt unberechenbar. Just in time wird bleiben mit stärkeren Risiko-Absicherungen und einer Digitalisierung der Logistik-Kette.

Supporting Partner:

Referenten:

60% der Teilnehmer kamen aus China, 40% aus Europa. Vertreter von IBM, NIO, BMW, Huawei, CFLD German Desk, China Fortune Land Development, China International Promotion Agency, etc.

Frage:

Wie schätzen sie persönlich die Geschäftsentwicklung in den nächsten 3 Monaten ein? (24 Teilnehmer)

optimistisch

vorsichtig optimistisch

pessimistisch

sehr pessimistisch


Corona Situation Room

Die CORONA-Maßnahmen haben uns bewogen, Ihnen ein neues interaktives digitales Format vorzustellen.

Diskutieren Sie LIVE 45 Minuten mit Experten zu Schlüsselfragen der Autoindustrie. Programm-Start ist der 29. April. Im 2-wöchigem Abstand sind insgesamt 3 Veranstaltungen vorgesehen.

Ziele

Ziel ist es Orientierung und Unterstützung anzubieten beim Management der COVID19 Krise und bei der Verbesserung der wirtschaftlichen Kooperationen und Zusammenarbeit der deutschen und chinesischen Automobilindustrie.

Das Briefing findet in einer exklusiven Runde (by invitation only) statt und soll dem first-hand Austausch für und mit Entscheidern zu aktuellen Themen wie Produktion und Auswirkung auf die Lieferketten, Entwicklung der Marktnachfrage, Unterstützungsprogramme und -angebote, etc. dienen.

Das nächste Webinar findet am 28. Mai um 11 Uhr statt.

Themen:

Digitization of Global Supply Chains in times of Corona

Case Study: Huawei and IBM

Discussion including question and answer session

Supporting Partner:

Referenten:

CAR.DIGITAL

"Wir sollten uns dem Land gegenüber öffnen, zusammenarbeiten und nicht abschotten"

— Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer, Director Center Automotive Research

Corona Situation Room

Unser Webinar findet nur auf Einladung statt. Wenn Sie daran teilnehmen möchten, verwenden Sie bitte dieses Formular, um einen Antrag zu stellen. Der reguläre Preis beträgt 250 EUR zuzüglich Mehrwertsteuer. Sobald Ihre Buchung genehmigt wurde, erhalten Sie die Rechnung, die vor Beginn des Webinars beglichen werden muss.